Ein Mann und eine Frau lehnen sich an eine Wand und lächeln.

Woran erkenne ich eine Parodontitis? Zahnfleischentzündungen

Frau zieht Lippe herunter und zeigt ihr entzündetes Zahnfleisch.

Die Parodontitis ist eine chronische Erkrankung des Zahnhalteapparates, deren Bakterien das Zahnfleisch und den Kieferknochen zunehmend abbauen. Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu einer Vertiefung der Zahnfleischtaschen, in denen sich die Bakterien ansiedeln und die Entzündung weiter fördern können. Unbehandelt verlieren die Zähne an Stabilität und können schlussendlich ausfallen.

Darüber hinaus besteht bei bestimmten Parodontitis-Keimen das Risiko, dass sie über die Zahnfleischtaschen in den Körper gelangen und möglicherweise Schäden am Herz-Kreislauf-System anrichten. „Daher sollte eine Parodontitis frühzeitig erkannt und zahnärztlich behandelt werden“, erklären die Zahnärzte Nicole und Christoph Bosse.

Parodontitis – achten Sie auf diese Anzeichen

„Die Parodontitis entwickelt sich meist schleichend nach einer harmlos erscheinenden Zahnfleischentzündung, der Gingivitis “, führt Christoph Bosse aus. „Doch leider stellen die meisten Betroffenen erst dann Symptome fest, wenn die Erkrankung fortgeschritten ist.“ Umso wichtiger ist es, frühzeitig auf diese möglichen Warnsignale zu achten:

  • Geschwollenes oder gerötetes Zahnfleisch
  • Zahnfleischbluten beim Zähneputzen oder Kauen
  • Zurückgehendes Zahnfleisch („Zähne wirken länger“)
  • Unangenehmer Mundgeruch, der nicht verschwindet
  • Empfindliche Zähne, z. B. bei Kälte oder Berührung
  • Gelockerte Zähne durch Rückgang des Kieferknochens

Wichtig zu wissen: Nicht immer muss sich hinter diesen Anzeichen eine Parodontitis verbergen, da auch andere mögliche Ursachen in Betracht kommen.

Wie wird die Zahnbetterkrankung behandelt?

Zwar ist die Parodontitis als chronische Erkrankung nicht vollständig heilbar, allerdings kann sie in vielen Fällen gut behandelt und in ihrem Fortschreiten gestoppt werden – hierfür wenden die Zahnärzte Bosse ein dreistufiges Behandlungsverfahren an:

  1. Professionelle Zahnreinigung: Im Vorfeld reinigt unsere speziell geschulte Fachkraft die Zähne, Zahnzwischenräume und den Rand des Zahnfleischs gründlich und intensiv – vor allem auch an Stellen, die mit der Zahnbürste kaum zu erreichen sind.
  2. Parodontitisbehandlung: Bei der eigentlichen Therapie befreien wir die Zahnfleischtaschen und Wurzeloberflächen nach einer örtlichen Betäubung intensiv von den Parodontitis-Bakterien. Dabei ist es das Ziel, die Entzündung zum Stillstand zu bringen und die Ausbreitung der Infektion zu verhindern.
  3. Konsequente Nachsorge: Je nach Befund überprüfen wir bei regelmäßigen Kontrollterminen den Fortschritt der Heilung, messen die Tiefe der Zahnfleischtaschen und führen weitere Maßnahmen zur Reinigung durch.

Ein zentraler Baustein für den Erfolg einer Parodontitistherapie ist die eigene Mundhygiene: Nur mit einer konsequenten Zahnpflege und der täglichen Verwendung von Zahnseide und/oder Interdentalbürstchen kann das Behandlungsergebnis aufrechterhalten werden. In unserer Zahnarztpraxis in Herzberg am Harz nehmen wir uns ausreichend Zeit, Ihnen genau zu erklären, worauf Sie bei der Zahnpflege besonders achten sollten. Und auch, welche Zahnbürsten, Pasten und Mundspüllösungen hierfür am besten geeignet sind.

Hinweis: Die hier dargestellten Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine zahnärztliche Untersuchung.

Ihr Zahnfleisch macht Probleme? Rufen Sie uns unter 0 5521 / 24 92 an – wir kümmern uns um einen schnellen Termin für Sie.

Bild: Marina Demeshko/istockphoto